Smartphone aufräumen: Fotos, Apps und Speicherplatz
Speicher voll, Startbildschirm überladen, Tausende Fotos: So räumst du dein Smartphone in einer Stunde auf und hältst es mit wenigen Gewohnheiten übersichtlich.

Inhalt dieses Ratgebers
Das Smartphone ist für viele Menschen der am häufigsten benutzte Gegenstand. Trotzdem wird es selten aufgeräumt. Volle Speicher, Dutzende ungenutzte Apps und Tausende unsortierte Fotos machen das Gerät langsamer und das Finden schwerer. Mit einer gezielten Aufräum-Stunde wird es wieder übersichtlich.
Schritt 1: Speicher prüfen
Schau in den Einstellungen nach, was den Speicher belegt. Sowohl Android als auch iOS zeigen eine Übersicht nach Apps, Fotos, Nachrichten und Systemdaten. Oft sind es wenige große Bereiche, die den Großteil ausmachen, etwa Videos, Chat-Anhänge oder Offline-Downloads von Musik und Serien.
Schritt 2: Apps ausmisten
Gehe alle installierten Apps durch und frage dich bei jeder:
- Habe ich sie im letzten Monat benutzt?
- Brauche ich sie wirklich als App, oder reicht die Website?
- Gibt es eine andere App, die dasselbe macht?
Lösche, was du nicht brauchst. Apps, die du selten, aber gelegentlich brauchst, kannst du jederzeit wieder installieren. Viele Smartphones bieten außerdem an, ungenutzte Apps automatisch auszulagern, wobei die Daten erhalten bleiben.
Tipp: Prüfe beim Ausmisten auch die Berechtigungen der Apps, etwa für Standort, Kamera, Mikrofon und Kontakte. Entziehe Berechtigungen, die eine App nicht braucht.
Schritt 3: Den Startbildschirm ordnen
Der Startbildschirm sollte nur das enthalten, was du täglich brauchst. Ein bewährtes Schema:
- Startbildschirm: acht bis zwölf Alltags-Apps, zum Beispiel Telefon, Nachrichten, Kalender, Kamera, Karten, Banking.
- Zweite Seite: Ordner nach Themen wie „Finanzen“, „Reisen“, „Einkaufen“, „Werkzeuge“.
- Rest: in der App-Bibliothek oder App-Übersicht, über die Suche erreichbar.
Ein ruhiger Startbildschirm reduziert die Versuchung, ständig Apps zu öffnen, die dich ablenken.
Schritt 4: Fotos aufräumen
Fotos und Videos belegen oft den meisten Platz. Ein realistischer Plan:
- Screenshots löschen: Die meisten haben ihren Zweck nach wenigen Tagen erfüllt.
- Serienbilder und Duplikate: Behalte das beste Bild, lösche den Rest. Viele Foto-Apps erkennen Duplikate automatisch.
- Verwackeltes und Unscharfes: sofort weg.
- Videos prüfen: Lange Videos belegen viel Speicher. Behalte die wichtigen, kürze andere.
- Sichern: Wichtige Fotos regelmäßig auf einen Computer, eine externe Festplatte oder in einen Cloud-Speicher übertragen.
Nimm dir nicht alle Fotos auf einmal vor. Fang mit dem aktuellen Monat an und arbeite dich zurück, ein Monat pro Abend. Wie du Fotos am Computer ordnest, steht im Ratgeber Dateien am Computer ordnen.
Schritt 5: Messenger und Chats
Messenger-Apps speichern oft automatisch alle empfangenen Fotos, Videos und Sprachnachrichten. Deaktiviere den automatischen Download von Medien in den Einstellungen, oder beschränke ihn auf WLAN. Lösche große Gruppenchats mit vielen Medien oder leere deren Mediendateien.
Schritt 6: Benachrichtigungen reduzieren
Viele Apps senden Benachrichtigungen, die du nicht brauchst. Gehe in den Einstellungen die Liste durch und erlaube Benachrichtigungen nur für Apps, bei denen du wirklich sofort informiert werden möchtest, etwa Nachrichten von Menschen, Kalender und Banking-Sicherheitshinweise.
Ordnung halten
- Wöchentlich: Screenshots und unnötige Fotos löschen.
- Monatlich: Fotos sichern, ungenutzte Apps prüfen.
- Vor jedem Software-Update: kurz aufräumen, damit genug Speicher frei ist.
Häufige Fragen
Wie viel freier Speicher sollte bleiben?
Ein Puffer von etwa zehn bis zwanzig Prozent des Gesamtspeichers sorgt dafür, dass das Gerät flüssig läuft und Updates problemlos installiert werden können.
Sollte ich den Cache von Apps leeren?
Bei Android lässt sich der Cache einzelner Apps leeren, das kann kurzfristig Speicher freigeben. Der Cache füllt sich aber mit der Zeit wieder. Es ist kein dauerhafter Ersatz für das Löschen unnötiger Daten.
Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung. Beachte bei Reinigungs- und Pflegemitteln immer die Hinweise auf der Verpackung. Regeln zu Fristen, Entsorgung und Behörden unterscheiden sich zwischen Österreich, Deutschland und der Schweiz und teilweise auch zwischen Gemeinden.
