Kabelsalat beseitigen: Kabel und Ladegeräte ordnen
Verknotete Kabel, unbekannte Netzteile und eine Steckdosenleiste voller Stecker: So sortierst du Kabel aus, beschriftest sie und versteckst den Kabelsalat sicher.

Inhalt dieses Ratgebers
In fast jedem Haushalt gibt es eine Schublade oder Kiste voller Kabel, Netzteile und Adapter. Viele davon gehören zu Geräten, die längst nicht mehr da sind. Hinter dem Fernseher und unter dem Schreibtisch hängt ein Kabelsalat, der Staub fängt und das Putzen erschwert. Mit einem Nachmittag Arbeit bekommst du das in den Griff.
Schritt 1: Alle Kabel sammeln
Hol alle losen Kabel, Ladegeräte, Adapter und Netzteile aus Schubladen, Kisten und Taschen. Lege sie auf einen Tisch.
Schritt 2: Zuordnen und aussortieren
Geh jedes Kabel durch und frage:
- Zu welchem Gerät gehört es? Steck es testweise an, wenn du dir unsicher bist.
- Habe ich das Gerät noch? Wenn nicht, ist das Kabel in den meisten Fällen überflüssig.
- Habe ich mehrere gleiche? Behalte pro Steckertyp so viele, wie du tatsächlich gleichzeitig brauchst, und ein Ersatzkabel.
- Ist es beschädigt? Kabel mit offenen Stellen, geknickten Steckern oder verschmorten Stellen gehören nicht mehr in Gebrauch.
Aussortierte Kabel, Netzteile und Ladegeräte gehören zur Elektroaltgerätesammlung, nicht in den Restmüll. Wie du sie abgibst, steht im Ratgeber Richtig entsorgen.
Tipp: Seit Ende 2024 müssen viele neue Smartphones, Tablets, Kopfhörer und andere kleine Geräte in der EU einen USB-C-Anschluss haben. Wer auf USB-C umsteigt, braucht langfristig deutlich weniger verschiedene Kabel.
Schritt 3: Beschriften
Ein beschriftetes Netzteil spart später viel Suchen. Mögliche Methoden:
- Etikettenfähnchen am Kabelende mit dem Gerätenamen.
- Farbige Kabelclips für verschiedene Geräte oder Räume.
- Washi-Tape mit Beschriftung, das sich rückstandslos entfernen lässt.
- Brotbeutelclips aus Kunststoff sind ein günstiges Hausmittel zum Beschriften.
Schritt 4: Aufbewahren
Ersatzkabel und selten gebrauchte Kabel: Rolle sie locker auf, ohne sie zu knicken, und fixiere sie mit einem Klettband. Bewahre sie in einer Box mit Fächern oder in kleinen Beuteln auf, sortiert nach Typ (USB-C, Lightning, HDMI, Netzkabel und so weiter).
Ladekabel für den Alltag: Eine feste Ladestation, etwa in einer Schublade im Flur oder auf einem Regal, sorgt dafür, dass Handys und Kopfhörer immer am selben Ort geladen werden.
Schritt 5: Kabel hinter Fernseher und Schreibtisch verstecken
- Kabelkanäle an der Wand oder unter der Tischplatte.
- Kabelschläuche fassen mehrere Kabel zu einem zusammen.
- Kabelboxen verstecken Steckdosenleisten und Netzteile.
- Klettbänder bündeln Kabel ordentlich und lassen sich wieder öffnen.
- Kabelwannen unter dem Schreibtisch halten Kabel vom Boden fern.
Sicherheit
- Steckdosenleisten nicht hintereinander stecken. Mehrfachsteckdosen in Mehrfachsteckdosen können überlastet werden.
- Leistung beachten: Geräte mit hoher Leistung wie Heizlüfter, Wasserkocher oder Waschmaschine gehören möglichst direkt in eine Wandsteckdose.
- Kabelboxen nicht zu eng: Netzteile werden warm und brauchen Luft.
- Keine Kabel unter Teppichen oder eingeklemmt unter Möbeln, weil sie beschädigt werden können.
- Lithium-Akkus beim Laden nicht auf brennbaren Flächen wie Bett oder Sofa ablegen.
Häufige Fragen
Wie viele Ladekabel braucht man?
Für jedes Gerät, das täglich geladen wird, ein Kabel an der Ladestation und eventuell ein zweites für unterwegs oder den Arbeitsplatz. Dazu ein oder zwei Ersatzkabel pro Steckertyp.
Kann ich alte Netzteile für andere Geräte verwenden?
Nur wenn Spannung, Stromstärke und Stecker genau passen. Falsche Netzteile können Geräte beschädigen oder überhitzen. Im Zweifel nur das Originalnetzteil oder ein ausdrücklich passendes Ersatzteil verwenden.
Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung. Beachte bei Reinigungs- und Pflegemitteln immer die Hinweise auf der Verpackung. Regeln zu Fristen, Entsorgung und Behörden unterscheiden sich zwischen Österreich, Deutschland und der Schweiz und teilweise auch zwischen Gemeinden.
