Ordnungsfibel
Räume & Stauraum

Stauraum in kleinen Wohnungen: Ideen, die wirklich Platz schaffen

Wenig Quadratmeter, viele Dinge? So nutzt du Wände, Höhen, Nischen und Möbel mit doppelter Funktion, damit auch eine kleine Wohnung aufgeräumt und luftig wirkt.

Lesezeit ca. 3 MinutenGeprüft: Oktober 2026Für AT, DE und CH
Eingangsbereich mit Garderobe, Sitzbank und Körben
Symbolbild
Inhalt dieses Ratgebers
  1. Schritt 1: Erst ausmisten, dann organisieren
  2. Schritt 2: In die Höhe denken
  3. Schritt 3: Unter dem Bett und unter dem Sofa
  4. Schritt 4: Möbel mit doppelter Funktion
  5. Schritt 5: Türen und Nischen nutzen
  6. Schritt 6: Offen oder geschlossen?
  7. Optische Tricks
  8. Ordnung halten auf kleinem Raum
  9. Häufige Fragen

In einer kleinen Wohnung fällt jedes überflüssige Ding auf. Gleichzeitig steckt in fast jeder Wohnung mehr ungenutzter Stauraum, als man denkt: über Türen, unter Betten, in Ecken und an Wänden. Wer diesen Raum klug nutzt und vorher konsequent ausmistet, kann auch auf wenigen Quadratmetern ordentlich wohnen.

Schritt 1: Erst ausmisten, dann organisieren

Bevor du Stauraum schaffst, reduziere die Menge. Jedes Ding, das du nicht mehr brauchst, ist eines, das keinen Platz braucht. Fang mit einfachen Bereichen an, wie im Ratgeber Ausmisten anfangen beschrieben. In kleinen Wohnungen lohnt es sich besonders, bei Dingen streng zu sein, die viel Volumen haben: Kleidung, Bettwäsche, Küchengeräte, Bücher und Sportausrüstung.

Schritt 2: In die Höhe denken

Die Wandfläche über Kopfhöhe ist in den meisten Wohnungen ungenutzt.

  • Regale bis unter die Decke: Oben lagert, was du selten brauchst, in beschrifteten Boxen.
  • Regal über der Tür: Ein schmales Brett über der Zimmertür bietet Platz für Bücher oder Boxen.
  • Hängeschränke in der Küche bis zur Decke oder ein zusätzliches Regalbrett darüber.
  • Wandhaken und Leisten für Taschen, Jacken, Küchenutensilien und Fahrräder.

Tipp: Halte die oberen Bereiche optisch ruhig. Einheitliche Boxen in einer Farbe wirken aufgeräumt, auch wenn darin viel lagert.

Schritt 3: Unter dem Bett und unter dem Sofa

Unter dem Bett ist oft viel Platz. Gut geeignet sind flache Boxen auf Rollen oder Bettkästen mit Deckel, die Staub abhalten. Ideal für Bettwäsche, saisonale Kleidung, Geschenkpapier und Erinnerungsstücke. Ein Bett mit Bettkasten oder ein höher gestelltes Bett schafft noch mehr Stauraum.

Schritt 4: Möbel mit doppelter Funktion

In kleinen Wohnungen sollte jedes Möbelstück möglichst mehrere Aufgaben übernehmen:

Möbel Zusatzfunktion
Sitzbank mit Truhe Sitzplatz und Stauraum im Flur oder am Esstisch
Bett mit Bettkasten Stauraum für Bettwäsche und Saisonkleidung
Ausziehbarer Esstisch klein im Alltag, groß für Gäste
Hocker mit Deckel Sitz, Beistelltisch und Aufbewahrung
Couchtisch mit Fächern Fernbedienungen, Zeitschriften, Decken
Klappbarer Wandtisch Schreibtisch oder Frühstückstisch, der verschwindet

Schritt 5: Türen und Nischen nutzen

  • Türinnenseiten: Haken, schmale Körbe oder Taschenorganizer an Schrank- und Zimmertüren.
  • Nischen: Passgenaue Regale in Ecken, neben dem Kühlschrank oder in der Dachschräge.
  • Hinter Türen: Ein schmales Regal oder eine Hakenleiste für Taschen und Bügel.
  • Schmale Rollwagen: passen zwischen Waschmaschine und Wand oder neben den Kühlschrank.

Schritt 6: Offen oder geschlossen?

Offene Regale wirken leichter, zeigen aber jedes Durcheinander. In kleinen Wohnungen ist eine Mischung ideal: geschlossene Schränke für Alltagskram und offene Regale für wenige schöne Dinge wie Bücher, Pflanzen oder Lieblingsstücke. Ein voll gestelltes offenes Regal lässt einen Raum kleiner wirken als ein geschlossener Schrank.

Optische Tricks

Ordnung ist auch eine Frage der Wahrnehmung:

  • Helle Farben an Wänden und großen Möbeln lassen Räume größer wirken.
  • Möbel mit Beinen zeigen mehr Boden und wirken leichter.
  • Spiegel verdoppeln den Raum optisch und bringen Licht.
  • Freie Flächen: Eine leere Kommode oder ein freier Tisch wirken beruhigend.

Ordnung halten auf kleinem Raum

In kleinen Wohnungen ist die tägliche Routine besonders wichtig, weil schon wenige herumliegende Dinge Unordnung erzeugen. Die Eins-rein-eins-raus-Regel aus dem Ratgeber Neue Unordnung vermeiden hilft, die Menge stabil zu halten. Und eine kurze Abendrunde, wie im Ratgeber Ordnung halten mit Routinen beschrieben, sorgt dafür, dass jeden Morgen alles an seinem Platz ist.

Häufige Fragen

Lohnt sich ein Lagerraum für eine kleine Wohnung?

Ein externer Lagerraum kann bei einem Umzug oder einer Übergangsphase sinnvoll sein. Dauerhaft kostet er aber Geld für Dinge, die du offensichtlich nicht regelmäßig brauchst. Rechne nach, ob die Lagerkosten über ein Jahr nicht höher sind als der Wert der eingelagerten Dinge.

Darf ich in einer Mietwohnung Regale an die Wand schrauben?

Kleine Bohrlöcher für Regale und Bilder sind in vielen Fällen erlaubt, müssen beim Auszug aber eventuell fachgerecht verschlossen werden. Die Regeln unterscheiden sich je nach Land und Mietvertrag. Frag im Zweifel bei deinem Vermieter nach.

Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung. Beachte bei Reinigungs- und Pflegemitteln immer die Hinweise auf der Verpackung. Regeln zu Fristen, Entsorgung und Behörden unterscheiden sich zwischen Österreich, Deutschland und der Schweiz und teilweise auch zwischen Gemeinden.