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Putzen & Reinigen

Backofen und Herd reinigen ohne Schrubben

Eingebrannte Fettspritzer, verkrustete Bleche, schmierige Glasscheibe: So reinigst du Backofen und Herd mit Hausmitteln oder Reinigungsfunktion, schonend und gründlich.

Lesezeit ca. 3 MinutenGeprüft: Oktober 2026Für AT, DE und CH
Sauberes Badezimmer mit Holz-Waschtisch und Handtüchern
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Inhalt dieses Ratgebers
  1. Zuerst: Was dein Ofen kann
  2. Backofen mit Hausmitteln reinigen
  3. Bleche und Roste
  4. Die Glasscheibe
  5. Kochfeld reinigen
  6. Dunstabzugshaube nicht vergessen
  7. So bleibt der Ofen länger sauber
  8. Häufige Fragen

Der Backofen ist eines der Geräte, deren Reinigung gerne aufgeschoben wird. Je länger du wartest, desto mehr brennen Fett und Essensreste ein. Mit einer cleveren Herangehensweise musst du aber nicht stundenlang schrubben.

Zuerst: Was dein Ofen kann

Viele moderne Backöfen haben eine eingebaute Reinigungsfunktion. Schau in die Bedienungsanleitung, welche Art deiner hat:

Funktion Wie sie arbeitet Was du tun musst
Pyrolyse Ofen heizt sehr stark auf und verbrennt Verschmutzungen zu Asche Bleche und Roste vorher herausnehmen, danach Asche auswischen
Katalytische Beschichtung spezielle Emaille zersetzt Fett während des Backens regelmäßig bei hoher Temperatur heizen, nicht scheuern
Dampfreinigung (Hydrolyse) Wasser im Ofen erzeugt Dampf, der Schmutz löst Wasser einfüllen, Programm starten, danach auswischen

Bei katalytischen Beschichtungen darfst du keine Scheuermittel oder Backofensprays verwenden, weil die Beschichtung sonst beschädigt wird.

Backofen mit Hausmitteln reinigen

Wenn dein Ofen keine Reinigungsfunktion hat, hilft eine Natronpaste:

  1. Vorbereiten: Ofen ausschalten und abkühlen lassen. Bleche, Roste und Einschubgitter herausnehmen.
  2. Paste anrühren: Etwa drei bis vier Esslöffel Natron mit wenig Wasser zu einer streichfähigen Paste mischen.
  3. Auftragen: Die Paste auf die verschmutzten Stellen streichen. Heizstäbe, Lüfter und Dichtungen aussparen.
  4. Einwirken lassen: Mehrere Stunden oder über Nacht.
  5. Abwischen: Mit einem feuchten Tuch oder einem Kunststoffschaber die Paste samt gelöstem Schmutz entfernen.
  6. Nachwischen: Mit klarem Wasser auswischen, bis keine weißen Rückstände bleiben.

Tipp: Eine Schüssel Wasser mit Zitronenscheiben bei 120 bis 150 °C eine halbe Stunde im Ofen stehen lassen. Der Dampf weicht leichte Verkrustungen auf, danach lassen sie sich leichter auswischen.

Bleche und Roste

Bleche weichst du in heißem Wasser mit Spülmittel oder etwas Natron ein. Für Roste eignet sich die Badewanne mit einem alten Handtuch darunter, damit die Wanne nicht verkratzt. Nach einigen Stunden lassen sich die Verkrustungen mit einem Schwamm lösen. Prüfe, ob deine Bleche spülmaschinengeeignet sind.

Die Glasscheibe

Die Glasscheibe der Backofentür lässt sich mit Natronpaste oder einem Glaskeramik-Schaber reinigen. Viele Türen lassen sich auseinandernehmen, um auch zwischen den Scheiben zu putzen. Schau dazu in die Bedienungsanleitung, und gehe vorsichtig vor.

Kochfeld reinigen

Glaskeramik und Induktion: Groben Schmutz mit einem Glaskeramikschaber im flachen Winkel entfernen. Danach mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel wischen. Zucker und geschmolzener Kunststoff sollten sofort entfernt werden, solange das Feld noch warm ist (Vorsicht, Verbrennungsgefahr), weil sie die Oberfläche dauerhaft beschädigen können. Keine Scheuermittel oder kratzenden Schwämme.

Gasherd: Topfträger und Brennerdeckel abnehmen und in Spülwasser einweichen. Brenner nur trocken wieder einsetzen.

Edelstahl: Mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel in Schliffrichtung wischen und trocken polieren.

Dunstabzugshaube nicht vergessen

Metallfettfilter der Dunstabzugshaube solltest du regelmäßig reinigen, je nach Nutzung etwa einmal im Monat. Viele dürfen in die Spülmaschine. Aktivkohlefilter lassen sich nicht waschen und müssen nach Herstellerangabe getauscht werden. Verschmutzte Fettfilter sind ein Brandrisiko.

So bleibt der Ofen länger sauber

  • Ein Backblech unter Aufläufe und Braten schieben, die spritzen oder überlaufen.
  • Frische Spritzer nach dem Abkühlen gleich wegwischen.
  • Bratenschlauch oder Deckel bei fettigen Gerichten verwenden.

Häufige Fragen

Sind Backofensprays gefährlich?

Viele Backofensprays sind stark alkalisch und ätzend. Sie wirken gut, erfordern aber Handschuhe, Schutz für die Augen und gute Lüftung. Nicht auf katalytische Beschichtungen, Heizstäbe oder Aluminium auftragen. Beachte immer die Hinweise auf der Verpackung.

Wie oft sollte man den Backofen reinigen?

Das hängt davon ab, wie oft du ihn benutzt. Kleine Spritzer am besten sofort wegwischen, eine gründliche Reinigung alle ein bis drei Monate ist für viele Haushalte ausreichend.

Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung. Beachte bei Reinigungs- und Pflegemitteln immer die Hinweise auf der Verpackung. Regeln zu Fristen, Entsorgung und Behörden unterscheiden sich zwischen Österreich, Deutschland und der Schweiz und teilweise auch zwischen Gemeinden.